So ähnlich gedruckt in der Südostbayrischen Rundschau am 12.Juni 2018

Seit geraumer Zeit beschäftige ich mich mit dem Thema chemisch-synthetische Totalherbizide und eines ist klar. Es muss deutschlandweit und weltweit darauf verzichtet werden, um die Landwirtschaft nachhaltig zu gestalten.

Was uns in der vergangenen Woche passiert ist, ist unglaublich!
Der Landwirt, der neben unserem Grundstück ein Maisfeld bewirtschaftet hat mir auf Anfrage hin zugesagt, einen Blühsteifen zu säen. Wir haben uns enorm gefreut, dass unsere Bienen eine zusätzliche Bienenweide haben werden. Als der Mais nun ca. 10 cm hoch war, kam ein Lohnunternehmer mit einem Herbizid, hat unachtsamer weise die Hälfte des Blühstreifens erwischt. “Da wächst heuer nichts mehr!”, sagt er. “Ja, danke!”, sage ich und denke etwas anderes!
Regenwürmer, die ein durch Glyphosat abgestorbenes Blatt fressen, sterben.

Nach einem Gespräch mit Herrn Wagner von der Molkerei Andechs ist mir eines klar:
Es gibt viele Landwirte, die bereit sind, auf biologische Bewirtschaftung umzustellen, sobald sie ein Commitment haben, dass die Bio-Molkereien
diese nach der Umstellung in deren Lieferantenkreis aufnehmen. Speziell bei Milchprodukten können Verbraucher sehr gut auf regionale Produkte umsteigen. Die ALDI Bio Milch kommt aus Mecklenburg-Vorpommern. Wir sind doch Bayern, oder? Wollen wir das? In unserer Region gibt es viele Milchbauern, deren Milch in der Region weiter verarbeitet wird zu Butter, Quark, Käse, Sahne und Joghurt, oder einfach als Milch abgefüllt wird.
Viele Landwirte haben verstanden, dass der Ökolandbau die Zukunft sein wird und sein muss.
Nun brauchen auch die Molkereien ein Commitment. Das Commitment der Verbraucher, die nachhaltig wirtschaftenden Molkereien und Landwirte in der Region mit dem Kauf der Erzeugnisse zu unterstützen.
Und dazu braucht man noch nicht mal mit Jute Tüte im Bio-Laden einzukaufen.
Bei EDEKA werden die grünen Produkte der Bio-Molkerei Andechs angeboten, genau wie die blauen Bio-Produkte der Milchwerke Berchtesgadener Land.