Liebe Gründungsmitglieder für unser lokales Aktionsbündnis zum Volksbegehren Bienen- und Artenschutz im Landkreis Traunstein, liebe Partner und Mithelfer*innen,

bitte beachtet die aktuellen wichtigen Infos zum Volksbegehren (bitte weiterverteilen):
und schaut euch die erhellenden Aufklärungsinfos an, die hervorragend geeignet sind, flächendeckend an die Bauern und Anhänger einer verfehlten Agrarpolitik verteilt zu werden:
– Der zufälligerweise jetzt erschienene und als Anlage beigefügte hervorragende wissenschaftlich-führende Bericht ((190121_BÖLW PM Bio leistet mehr_Report Thünen));
– Die entlarvende Stellungnahme der ÖDP Ansbach vom 27. Januar auf Facebook:

Wiederlegung der Argumente des Bauernverbandes gegen das Volksbegehren

A) Grundsätzliche Kritik: „Das Vobe ist gegen die Bauern.“ Diese Behauptung des Bauernverbandes kann er direkt an den Bauernverband zurückgeben, da sie schlichtweg falsch ist – das Vobe hat zu keiner Zeit die Bauern diffamiert. (Wo, in welchem Schriftstück haben wir das jemals geschrieben? Dem Publikum Schriftstücke und Werbematerialien inkl. Gesetzestext zeigen und Bitte um Anzeige, wo das stehen soll.) Wir haben sogar immer vom Volksbegehren „Rettet die Bienen und die Bauern!“ gesprochen.

B) Eigentumseingriff versus Chancen für die Bauern:

Wo findet ein Eigentumseingriff statt? Genau das Gegenteil ist der Fall: Das Vobe bietet den Bauern eine viel bessere Ausgangsposition als das, was sie derzeit auf dem Weltmarkt der Turbolandwirtschaft vorfinden:
• Beispiel 1: Blühwiesen (10% der Flächen werden erst am den 15. Juni gemäht – somit können wieder Blühwiesen entstehen und die Bienen haben auch noch nach der Obstblüte Nahrung) Die Staatsregierung braucht in Zukunft 10% der Landesfläche als Blühwiesen. Um das zu erreichen muss sie den Landwirten ein sehr gutes Angebot machen und ein entsprechendes Subventionsverfahren entwickeln. Hier wird sich ein für die Bauern attrakiver Marktpreis einstellen.

• Beispiel 2: Biotopverbundflächen (Von der Landesfläche werden 10% bis 2023, später 13% bis 2027 zum Ausbau und zur Verbindung von Biotopen genutzt) Die Staatsregierung braucht Flächen für den Biotopverbund, um auch hier 10%, später 13 % zu erreichen. Auch hierfür muss sich der Staat strecken. Achtung: Im Gegensatz zu den Blühwiesen müssen die Flächen für den Biotopverbund vom Staat gekauft oder längerfristig gepachtet werden. Das kann also vor allem für Restflächen und für Landwirte spannend sein, die verkleinern oder den Hof aufgeben wollen.

• Beispiel 3: Ökoanbau (Umstellung 25% der Landesfläche auf Ökoanbau bis 2025, 30% bis 2030 womit der Dünge- und Pestizideinsatz minimiert wird) Die bayerische Staatsregierung muss den Landwirten auch in diesem Punkt ein gutes Angebot machen, um dieses Ziel zu erreichen. Niemand wird dazu gezwungen, auf Ökolandbau umzustellen. Der Ökolandbau wird zur immer besseren Alternative, als sich im Haifischbecken der konventionellen Landwirtschaft zu tummeln.

• Best practice Österreich: Der Staat soll sich ein Beispiel an Österreich nehmen (Anteil Ökolandanbau bei 27%) und alle Kantinen und öffentlichen Einrichtungen auf biologische Lebensmittel umstellen, um den Absatz anzukurbeln. Der klare Trend zu mehr Bioanbau: • Die Zuwachsraten bei Ökolebensmitteln ist seit Jahren zweistellig. • Sogar Lidl wirbt aktuell mit Anzeigenkampagnen für Biomilch. • Überkapazitäten 2016/17 waren durch den massiven Preisverfall der konventionellen Milch bedingt und dadurch haben sehr viele Bauern innerhalb einer kurzen Zeitspanne umgestellt. Mittlerweile nimmt der Markt wieder Bio-Milchkontingente auf. • Bei allen anderen Produktkategorien (Getreide, Gemüse) ist der Bedarf an Ökolebensmitteln nicht gedeckt und Bayern zum Import gezwungen. • Im Koalitionsvertrag hat die CSU eine Verdoppelung des Ökolandbaus unterschrieben

Fazit: Ökolandbau und eine kleinräumige Landwirtschaft ist keine Nische sondern der richtige Weg – und den muss der Staat fördern.

C) Uferrandstreifen (5 m Uferrandstreifen; Uferrandstreifen sind das artenreichste Areal und stellen die Basis für den Biotopenverbund dar) • In allen Bundesländern ist ein Uferrandstreifen von 5 m gesetzlich festgelegt und nur in Bayern über eine Freiwilligkeit vereinbart. Dort haben nur ca. 20% mitgemacht. Wie leider so oft funktioniert die Freiwilligkeit nicht. (Gegenbeispiele erwünscht; jüngstes Beispiel: Dieselumrüstung) • Uferrandstreifen können als ökologische Vorrangflächen verwendet werden (Achtung: nicht bei Grünlandbauern). Im Härtefall ist es üblich, dass eine Entschädigungszahlung ausgestellt wird.

D) Walzen (Walzen wird nur bis zum 15.3. erlaubt; Bodenbrüter legen ab März Eier ab) Bei höher gelegen Arealen kann es tatsächlich ein Problem sein, das über die gängigen Ausnahmeregelungen auf Landkreisebene behoben werden kann (vgl.: Gülleausbringung). In vielen Teilen Bayerns (Donau, Franken, Niederbayern) stellt das jedoch kein Problem dar.

• Wir können mit dem Boden, dem Wasser und dem Artensterben so nicht weitermachen. • Die „Turbolandwirtschaft“ führt in die Irre, weil wir mit den internationalen Strukturen nicht mithalten können. Deswegen: Umschichtung der Förderlandschaft von der 1. Säule (Direktzahlung) hin zu der 2. Säule (Förderung der Ländlichen Entwicklung) Das Vobe macht den Landwirten drei lukrative Angebote, um Ökonomie und Ökologie zusammenzubringen. Auszüge der Pressemitteilung des Bayerischen Bauern Verband BBV zum Volksbegehren mit deren Hauptargumenten:

• „Begleitet wird das Vorhaben von Forderungen nach radikalen Eingriffen ins Eigentum sowie mit öffentlichen Schuldzuweisungen gegenüber den Landwirten.“ • “Wir Bauern haben ein großes Interesse daran, die Artenvielfalt in Bayern zu schützen und die wichtigen natürlichen Kreisläufe zu erhalten. Doch das Volksbegehren zur Artenvielfalt weist den falschen Weg. Statt das bäuerliche Engagement für den Umwelt- und Naturschutz anzuerkennen und weiter zu stärken, wird Stimmung gemacht und nach neuer Reglementierung gerufen”, sagt der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl. • Volksbegehren gefährdet Erfolg des Öko-Landbaus in Bayern: “In einem Punkt beschreitet das ÖDP-Volksbegehren vollends einen Irrweg: Eine Ausdehnung des Ökolandbaus auf 20 bis 30 Prozent per Gesetz würde in einem Desaster für den Markt für regionale Bio-Erzeugnisse enden. Die Zahl der Öko-Betriebe in Bayern wird in Kürze die Marke von 10.000 überschreiten – eine erfreuliche Entwicklung, vor allem, weil der Markt bisher steigende Mengen gut aufnehmen konnte. Aktuell führen Molkereien aber lange Wartelisten mit Bauern, die auf Bio umsteigen wollen. Nun muss die Nachfrage nachziehen und sich weiter steigern”, sagt Bauernpräsident Walter Heidl. • “Statt per Gesetz einen Ökoflächenanteil zu verordnen, müssen wir erreichen, dass die Verbraucher beim Einkaufen von Bioprodukten auf die Herkunft achten und bevorzugt „Bio aus Bayern“ in den Einkaufswagen legen. Das ist die beste Bio-Förderung überhaupt. Das Potential ist da – denn bei der Bio-Milch werden noch über ein Drittel, bei der Bio-Butter über 40 Prozent Importware verkauft.”

zu 3. Veranstaltungen im Landkreis Traunstein
Es gibt wieder eine Veranstaltung und eine Erstunterzeichneraktionen zusätzlich:
a) Mi., 30. Januar ab 20 UhrChieming Gasthof zur Post OberwirtINFOABEND Volksbegehren
b) Mi., 30. Januar ab 19.30 UhrKirchanschöring SaliterwirtINFOABEND Volksbegehren
c) Mi., 30. Januar ab 19 UhrSchleching Alpenhotel DahoamSTAMMTISCH und DISKUSSION Volksbegehren
d) Mi., 30. Januar ab 19.30 UhrPalling MichlwirtINFOVERANSTALTUNG vom Imkerbund und dem LBV
e) Do., 31. Januar von 15-17 UhrTrostberg MariensäuleINFOSTAND Aktionsbündnis Volksbegehren
f) Do., 31. Januar um 8.30 UhrSurberg vor dem RathausERSTUNTERZEICHNERAKTION mit Stefan Dettl – Gründer von LaBrass Banda
g) Do., 31. Januar um 17.30 UhrWaging vor dem RathausERSTUNTERZEICHNERAKTION
h) Do., 31. Januar um 7.50 UhrTraunstein vor dem RathausERSTUNTERZEICHNERAKTION Beate Rutkowski BN und GRÜNE
i) Do., 31. Januar ab 16 UhrFridolfing UnterwirtERSTUNTERZEICHNERAKTION und INFOSTAND mit Punsch und Honigbrot
NEU!!!    Do., 31. Januar um 8 UhrTrostberg vor dem RathausERSTUNTERZEICHNERAKTION
NEU!!!    Do., 31. Januar ab 19.30 UhrWiesmühl 11, SeminarraumINFOVERANSTALTUNG vom LBV
j) Sa., 02. Februar ab 8.30-12.30 UhrTraunstein MaxplatzINFOSTAND Aktionsbündnis Volksbegehren
k) Sa., 02. Februar 10-12 UhrMarquartstein EdekaINFOSTAND Aktionsbündnis Volksbegehren
l)  Sa., 02. Februar 9-11 UhrChiemingINFOSTAND Aktionsbündnis Volksbegehren
m) JUST for Info: Mo., 04. Februar 11.45 UhrTraunstein ParkhotelPRESSEGESPRÄCH GRÜNEN / BUND Naturschutz / LBV / ÖDP
n) Di., 05. Februar ab 19.30 UhrFreilassing RathausINFOABEND Volksbegehren “WILDE BIENEN”
o) SAVE THE DATE ++++  Mi., 06. Februar 19.30 UhrKino TrostbergFILMVORFÜHRUNG und Diskussion mit Imkerchef Vollmaier
p) Do., 07. Februar 16.30-19 UhrChiemingINFOSTAND Aktionsbündnis Volksbegehren
q) Do., 07. Februar 17.30-20 UhrWaging MarktplatzINFOSTAND Aktionsbündnis Volksbegehren
r) Fr., 08. Februar ab 19.30 UhrSchnaitsee Gasthof EdererINFOABEND Volksbegehren
s) Sa., 09. Februar ab 9-12 UhrTrostberg MariensäuleINFOSTAND Aktionsbündnis Volksbegehren
t) Sa., 09. Februar ab 8.30-12.30 UhrTraunstein MaxplatzINFOSTAND Aktionsbündnis Volksbegehren
o) Sa., 09. Februar 10-12 UhrWaging MarktplatzINFOSTAND Aktionsbündnis Volksbegehren
v) Sa., 09. Februar 9-11 UhrGrassau KirchplatzINFOSTAND Aktionsbündnis Volksbegehren
w) Sa., 09. Februar 10-12 UhrMarquartstein EdekaINFOSTAND Aktionsbündnis Volksbegehren
x) nach Mi., 14. Februar 24 Uhr ganz BayernDie Auszählung ergibt mehr als 1 Mio abgegebene Stimmen für das Volksbegehren!
Y. Die GEGENkampagne des Bauernverbands ist gestartet: www.nein-zum-volksbegehren.com 
Die medial aufwendig gestaltete Verteidigungsargumentation auf verlorenem Posten wird fast mühelos durch die kurz darauf erschienenen Stellungnahmen gerade gerückt. Ein wenig tut mir der Präsident des BBV jetzt leid, weil nicht mehr viel da ist, was nachgeschoben werden kann.
Z. Aktueller Neuzugang (bereits seit 14.01.19) zum Aktionsbündnis VoBe Arten-, Bienen- und Bauernschutz:  CSU Kreistagsfraktion !
ZÄ1. Tipps für Rathauslots*innen
Siehe Anhang ((Tipps-für-Rathauslotsen-2.pdf))
ZÄ2. Leserbrief von Familie Schenk:

Siehe Anhang ((LESERBRIEF wir sind das volk.doc))

>>Weitere Infos kommen demnächst<<
Aktuelle zusätzliche Infos findet ihr auch immer unter https://volksbegehren-artenvielfalt.de/
Vielen Dank für die Beachtung, Hilfe und Unterstützung!
Herzliche Grüße
Hermann
Hermann Hofstetter
Aktionszentrale – lokales Aktionsbündnis Volksbegehren Bienen- und Artenschutz Landkreis Traunstein

Wehrländerstraße 16
D-83376 Truchtlaching

Internetfax: 03212 – 322 62 85
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