Niemand will diese Aktion oder andere in diese Richtung kritisieren. Im Gegenteil zeigt sie, wie mitfühlend die Menschen in Bayern sind und die Hilfsbereitschaft ist hoch. Ich lebe gerne in diesem Land, wo die Menschen so für die Menschheitsfamilie einstehen. Es ist aber kaum bekannt, dass die EU durch Betreiben Deutschlands im Jahre 2011, als Assad die Unruhen in Syrien nieder prügeln ließ, Sanktionen beschlossen hat, die auch heute noch fortgelten. Von Bürgerkrieg konnte bereits nach wenigen Monaten nicht mehr die Rede sein. Die sogenannten „moderaten Rebellen“ rekrutieren sich aus vom Westen bewaffneten Terroristen, die von den USA geschaffen wurden. Die Sanktionen beinhalten zwar nicht die Hilfsgüter, um die es hier geht, aber sie sollen die syrische Regierung in die Knie zwingen und betreiben damit die Verarmung des Landes. Damit trifft man natürlich automatisch auch das Volk. Zusammengefasst heißt das: Das Land wird von unserer Regierung platt gemacht und die blutigen Köpfe, die gelegentlich seitlich herausschauen werden von uns gutmeinenden Menschen verbunden. Ist das die richtige Methode miteinander umzugehen? Sollte man nicht vielmehr die Strategie der Russen unterstützen, die die Halsabschneider aus dem Land entfernen und wieder geordnete Zustände herstellen wollen? Assad hat seine Lektion gelernt und er wird von seinem Volk zu 90% wiedergewählt werden. Sollten wir das nicht endlich respektieren und zugeben, dass die gesamte westliche Politik im Nahen Osten gescheitert ist und nur Chaos hinterlässt?

Reinhard Melz, Petting

Passend dazu möchte ich hier aus einem Brief von Dr. Bärbel Kofler, MdB, vom 24.02.2017 die damalige Beteiligung Deutschlands am Einsatz in Syrien zitieren:

Zum Einsatz der Bundeswehr gehören Aufklärungs- und Luftbetankungsflugzeuge sowie eine Fregatte zum Schutz des französischen Flugzeugträgers “Charles de Gaulle” im Mittelmeer.