Das Verhältnis wird sich noch weiter abkühlen. Deutschlands Wirtschaft brummt. Der Grund liegt darin, dass wir unsere Wirtschaftsleistung zu 20% ins Ausland verkaufen. Denn die deutschen Löhne sind so niedrig, dass auch die Waren international wenig kosten und deshalb gekauft werden.

Schröders Agenda 2010 lässt grüßen. Käufer sind natürlich auch europäische Länder, vor allem Südländer und auch Frankreich. Das hat zur Folge, dass in den Käuferländern weniger produziert wird und es somit dort mehr Arbeitslose gibt. Ergo, weil es uns gut geht, geht es den anderen schlecht. Wie kann das Problem, das unbehandelt zu einem Zerbrechen der Eurozone führen wird, behoben werden?

  1. Die Löhne in Deutschland erhöhen sich (7% mehr in 3 Jahren sind ein guter Ansatz aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein).
  2. Die Löhne in den anderen Ländern vermindern sich (geht faktisch nicht).
  3. Die nationalen Währungen werden wieder eingeführt und die festen Wechselkurse aufgehoben (das ist politisch nicht gewollt)
  4. Es erfolgt ein Geldausgleich zwischen der Euro-Ländern nach Vorbild des deutschen Länderfinanzausgleich (nach dem Vorbild von Bayern an den Bund müsste Deutschland an die anderen Euro-Länder zahlen. Griechenland wäre sozusagen Berlin).

 

Dies ist eine erschöpfende Aufzählung, andere Lösungen gibt es nicht. So wie es aussieht, wird die letzte Möglichkeit angestrebt. Ich bin gespannt, wie man uns das verkaufen wird.

Reinhard Melz